USA: HAWAII 

1.-17.10.2018

Hawaii ist der 50. Bundesstaat der USA und besteht aus mehreren Inseln. Die Inselgruppe wird nach der größten dieser Inseln Hawaii genannt. Wir haben unsere Zeit auf Hawaii auf die Inseln Oahu mit der Hauptstadt Honolulu, auf Hawaii Big Island und auf Kauai aufgeteilt.

1.-5.10.2018 INSEL OAHU, HONOLULU

Unser erstes Ziel war Oahu, wo unter anderem der Hafen Pearl Harbor liegt, der im 2. Weltkrieg von den Japanern angegriffen wurde. Am Flughafen abgeholt wurden wir ganz nobel von einer Partylimousine mit Lasershow. Gerhard ist fast schlecht geworden, da er in der Limousine einen Martini-Geruch wahrgenommen hat, den wir anderen gar nicht bemerkt haben…vermutlich mal zu viel Martini erwischt 😉
Zum Glück war das Zimmer im Prince Waikiki Hotel schon fertig – normalerweise ist ja immer erst gegen 15:00 Uhr Check In. So konnten wir von 9:00 bis 15:00 Uhr nochmal schlafen. Die 2-3 Stunden im Flugzeug waren nämlich eindeutig zu wenig. 
Den Tag haben wir danach im Pool ausklingen lassen. Die Kinder haben dabei eine Energie, dass man sich fragt wo sie die hernehmen. Als Eltern muss man da manchmal grad darum kämpfen mal ein bisschen Ruhe zu kriegen und ist froh, wenn die Kinder mal schlafen ;-)
Wegen des Jet-Lags sind wir so gegen ein Uhr in der Nacht aufgewacht. Da keiner mehr einschlafen konnte, sind wir kurzerhand in den Hotel-Pool bis 3 Uhr nachts. Herrlich! Es ist schon mal eine Besonderheit, dass ein Pool 24 Stunden offen ist. Und um die Zeit in so einem tollen Pool mit Aussicht auf den Hafen und Strand von Hawaii waren wir alle vier noch nie. 

Die Aussicht und der berühmte Waikiki-Beach sind sowieso toll und traumhaft. Die Menschen sind auch alle sehr freundlich. Viele Japaner machen hier Urlaub. Man hört ab und zu auch Deutsche aus der Menge heraus. Österreicher haben wir hier nur einmal getroffen

PEARL HARBOR

Pearl Harbor liegt auf Oahu. 1941 wurde der Hafen für die Amerikaner überraschend von den Japanern angegriffen. Die Amerikaner hatten ihre gesamte Flotte an Kriegsschiffen hier stationiert und nicht mit der Gefahr eines Luftangriffs der Japaner gerechnet. Die Schlachtschiffe sowie die Kriegsflugzeuge der USA wurden großteils zerstört, die Docks und Munitionsdepots aber nur teilweise zerstört. Die Japaner hatten vergleichsweise kleine Verluste. Die USA stiegen aufgrund diese Angriffs aktiv in den 2. Weltkrieg ein und was folgte, waren für viele Menschen traurige und tragische Kriegsjahre. Wenn man die Geschichten in Pearl Harbor von Menschen liest, die diese Ereignisse miterlebt haben, versteht man einmal mehr nicht, wie Menschen so agieren können...geendet hat das ganze Debakel am 6. bzw. 9. August 1945, als die Amerikaner zwei Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen haben...Danach waren nach Nazi-Deutschland auch die Japaner bereit zu kapitulieren.

Pearl Harbor ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Angriff wird in allen möglichen Varianten (als Film, in Photos, Erzählungen von Zeitzeugen,...) geschildert. Üblicherweise kann man vom Hafen auch zum Arizona Memorial hinüberfahren, das direkt über einem während des Angriffs 1941 gesunkenen Kriegsschiff gebaut wurde. Bei unserem Besuch war leider der Anlegeplatz beschädigt, weshalb eine Überfahrt nicht möglich war. Wir konnten allerdings das Kampfschiff Missouri anschauen, das während des zweiten Weltkrieges, im Korea-Krieg und im Golf-Krieg im Einsatz war. Auf diesem Schiff hat Japan 1945 die Kapitulationserklärung unterzeichnet. 

Es ist gewaltig, was hier gebaut wurde. Eine eigene kleine Stadt mit ca. 5.000 Mann Besatzung auf hoher See. Es gibt neben Schlafräumen, Toiletten und Duschen, Essräumen, Küche usw. auch einen eigenen Zahnarzt, eine Post und zahlreiche andere Dienstleistungen für die Besatzung an Board. Auch das U-Boot USS Bowfin war zur Besichtigung frei gegeben. Hier konnte man sogar mit einem deutschen Audio-Guide durch das U-Boot gehen. Vor allem war es aber mit Ventilatoren versehen, was bei der Hitze im Freien draußen auch notwendig war. 

Nachdem wir ja erst vor einigen Tagen in Hiroshima im Museum waren, war es interessant die Ereignisse aus der japanischen und nun aus der amerikanischen Sicht erzählt zu bekommen. Auch wenn vermutlich beide Seiten größtmögliche Neutralität walten lassen, sind doch Tendenzen in die jeweilige Richtung vorhanden. Wir haben noch etwas nachgelesen, da für uns nicht ganz klar war, ob man hier den Japanern oder den Amerikanern den "Schwarzen Peter" für die jeweiligen Ereignisse zuschieben kann. Ganz so einfach ist das selbstverständlich nicht, aber wir waren schon etwas überrascht, dass die Japaner nicht immer so ein friedliebendes Volk waren, als welches sie heute im Allgemeinen gelten. 

Man kann wirklich nur hoffen, dass solch traurige Ereignisse nicht mehr vorkommen und die Menschen daraus etwas gelernt haben...

Arizona Memorial

USS Missouri

In der USS Missouri

USS Bowfin

Ein japanisches Mädchen, das den Atombombenangriff ein halbes Jahr überlebte, hat in ihren letzten Lebenswochen Kraniche als Wunsch nach Frieden auf der Erde gefaltet.

DIAMOND HEAD

Unseren zweiten größeren Ausflug in Oahu haben wir zum Diamond Head gemacht und dort so geschwitzt, wie zuvor noch bei keiner Wanderung. Beim Diamond Head handelt es sich um einen Krater aus Tuffstein, der das Wahrzeichen von Honolulu und Waikiki darstellt. Den Namen hat er von Seeleuten, die Calciteinsprengsel mit Diamanten verwechselt haben. Der Krater wurde bereits 1904 vom Militär zur Küstenverteidigung genutzt. Dafür wurden zahlreiche Gebäude errichtet, von denen aus man das Meer beobachten und sich ggf. verteidigen konnte. Heute wird nur mehr ein Teil des Kraters militärisch genutzt, während die alten militärischen Anlagen mit wunderbaren Ausblicken über das Meer über einen Trail von der Öffentlichkeit besichtigt werden können. Und dieser Trail hat es in sich...man legt auf einem 1,3 km langen Weg 171 Höhenmeter zurück.

Dabei steigt man teils über steile Treppen und innerhalb der ehemaligen militärischen Anlagen nach oben. Da gleichzeitig die Sonne bei wolkenlosem Himmel geschienen hat und es schwül war, haben wir geschwitzt, dass uns das Wasser nur so herunter gelaufen ist. Wir haben zwei von drei Flaschen Wasser schon beim Hinaufgehen verbraucht. Aber der Aufstieg hat sich gelohnt. Die Aussicht war atemberaubend. 

Hinunter ging es dann schneller als hinauf und nicht mal die Sonne hat uns sehr gestört. Eigentlich hatten wir hauptsächlich Mitleid mit den Menschen, die die Wanderung noch vor sich hatten ;-) Damit es nicht zu heiß ist, sind wir nämlich extra gegen 9:00 Uhr schon hinauf gelaufen. Man stelle sich also vor, wie angenehm warm der Aufstieg gegen Mittag gewesen sein muss. 

Unten angekommen haben wir uns mit Cola und Limonade belohnt. Es hätte zwar auch ausgehöhlte Ananas mit Ananassaft gegeben, aber da wir zu wenig Bargeld dabei hatten und es weit und breit keinen Geldautomaten gab, haben wir auf die Automaten zurückgegriffen, an denen man mit Kreditkarte bezahlen konnte ;-) Alex war glücklich, dass er endlich wieder einmal Cola bekommen hat und Johanna war froh über ihre Chips.  Alles in allem ist es eine sehr schöne aber nicht zu unterschätzende Wanderung. Es sind sehr viele Menschen auf dem Weg. Am besten wäre es vermutlich die Wanderung noch früher zu machen. 


Schließlich sind wir aus dem Krater durch den Tunnel wieder zur Bushaltestelle hinausspaziert. Leider haben wir hier fast eine Stunde auf den Bus gewartet. Aber unser Ziel, der Waikiki-Beach war dafür wieder atemberaubend. Es sieht genauso aus wie man sich einen Traumstrand vorstellt: blaues Meer, Sand weit und breit und hohe Wellen...

Wir sind quer über den bekannten Surf-Strand zu unserem Hotel hinüberspaziert - und haben dabei fast noch einen Sonnenbrand aufgezogen. Man merkt, dass wir hier nah beim Äquator sind und die Sonneneinstrahlung dadurch sehr stark ist.

Johanna und Alexander lieben es nach wie vor den Wellen nachzujagen. Johanna ist sowieso eine Wasserratte, während man bei Alexander merkt, dass er sich auch immer mehr an das Wasser gewöhnt und sich zunehmend wohler darin fühlt.

Diamond Head aus dem Flugzeug

Tunnel in den Krater hinein

Waikiki Beach

5.-11.10.2018 INSEL HAWAII, BIG ISLAND

Hawaii hat Traumstrände, Hawaii hat grüne Strände, schwarze Strände, Hawaii hat wunderbare Musik, Hawaii hat dauernd Sonnenschein,...

ABER wir haben auf unserer Reise zudem herausgefunden, 
- dass Hawaii, wenn man in das Inselinnere fährt, mit seinen grünen Wiesen und dem Meer sehr an Irland erinnert, 
- dass Hilo, die niederschlagsreichste Stadt der USA, auf Hawaii liegt
- dass es in Hawaii fast jeden Tag regnet - wenn auch auf der Hilo-Seite öfter als auf der Seite, auf der wir unser Hotel hatten (zum Glück...)
- dass man in Hawaii nach fast jedem Regen einen Regenbogen sieht
- dass hier viele kleine Wiesel rumlaufen, die am liebsten vor den Autos die Straße überqueren
- dass hier in manchen Bereichen noch die Natur und nicht die Touristen im Vordergrund steht

Lapakahi, State Historical Park
Der Lapakahi State Historical Park ist ein großes Ruinengebiet eines alten hawaiianischen Fischerdorfes auf der Big Island von Hawaii. Das Fischerdorf befindet sich direkt an der Küste. Die Hütten, wie die Fischer sie damals bewohnten, sind wieder aufgebaut, beeindruckende schwarze Steinmauern und die Landeplätze für die Kanus etc. sind zu sehen. Wenn man nur für eine gewisse Zeit hier ist, kommt man sich vor wie im Paradies mit der tollen Küste, Sonnenschein, den Palmen, etc. - Stellt man sich aber vor, dass die Fischer hier Tag für Tag ihren Lebensunterhalt mit Fischen verdienen mussten, sieht das Ganze schon wieder anders aus. Wir sind zum Glück relativ früh außer Haus, so dass es noch nicht extrem heiß war. Geschwitzt haben wir nach dem Rundgang trotzdem. Wenn man aus dem klimatisierten Auto aussteigt, ist es bei der Hitze jedesmal als ob man in eine Sauna kommt :-)

Pu´uhonua o Honaunau
Die mehrere hunderte Jahre alte Tempelanlage Pu´uhonua o Honaunau ist ca. 73 ha groß. Sie befand sich einst in königlichem Besitz und diente hawaiianischen Gesetzesbrechern als Zufluchtsort. Die heiligen Gesetze, genannt Kapu, waren in der hawaiianischen Kultur von größter Bedeutung. Verstöße gegen die Kapu wurden teils mit der Todesstrafe geahndet. Wenn man die Kapu gebrochen hatte, musste man seine Verfolger abhängen und es durch das Meer bis zu einem puuhonua (heiligen Zufluchtsort) schaffen. Dort wurde einem in einer Zeremonie die Absolution erteilt und man konnte daraufhin in die Gesellschaft zurückkehren.

Man sieht die Great Wall, eine 3 m hohe und 5 m breite Mauer, welche den Bereich des Königs von der Tempelanlage trennte. Kämpferische Ki´is (hölzerne Götterbildnisse) bewachen den heiligen Tempel, der die Gebeine von 23 alii (Stammeshäuptlingen) beherbergt. Die aus schwarzem Lavagestein bestehende Küstenlinie bildet eine natürliche Barriere, so dass der Ort für jene, die die Kapu brachen, also über das Meer nicht leicht zu erreichen war. Ebenfalls zu sehen sind die Royal Grounds, der königliche Kanu-Anlegeplatz, der Keoua Stone, die Lieblingsruhestätte des obersten Häuptlings von Kona, Keaoua, das halau (strohgedecktes Haus), die Fischteiche und der heiau (heiliger Tempel), eines der ältesten Gebäude in diesem Park.

Die Anlage und das ganze drumherum sind ein Traum - ungefähr so könnte man sich das Paradies vorstellen. Weißer Sandstrand, blauer Himmel, Palmen, Meer, schwarze Steinmauern, Bambushütten...herrlich!

Grüner und schwarzer Sandstrand
Einen der wenigen grünen Sandstrände auf der Erde gibt es auf Big Island in Hawaii. Anscheinend gibt es gesamt nur vier oder fünf - aber niemand weiß wo die anderen sind, wenn man fragt ;-) Der "grüne" Strand, an dem wir waren ist eher olivgrün. Das Geheimnis dieses Strandes besteht darin, dass sich das Mineral Olivin darin befindet. Es kommt von einem Vulkankegel. Da diese Minerale schwerer als die verschiedenen Sandkörner sind, bleiben sie am Strand zurück. 
Die Fahrt zum grünen Sandstrand hin war abenteuerlich. Man kann entweder ca. 1,5-2 Stunden zum Strand hin gehen, weil es keine Straße gibt, die mit einem normalen Geländewagen befahren werden kann, oder man zahlt einem Einheimischen 15 Dollar pro Fahrt und Person, damit er einen ca. eine halbe Stunde hinfährt, dort dann wartet und wieder retour bringt. Als wir am Parkplatz ankamen, hat es in Strömen geregnet. Wir wären zwar eh hingefahren, hatten nun aber somit einen guten Grund dafür...
Onkel Eddy - ein schon älterer sehr netter und lustiger Hawaiianer - hat uns und noch ca. zehn andere Besucher mit seinem alten Pickup durch Schlamm, Dreck, Löcher, usw. zum Strand gefahren. Die Fahrt war wirklich spektakulär und besser als jeder Vergnügungspark. Es hat gerumpelt, gespritzt, einen Lärm gemacht. Dann sind wir wieder stecken geblieben und ein paarmal vor und retour - herrlich! 
Zum Strand selber muss man über eine kleine Leiter hinunter steigen. Er ist nicht sehr groß und liegt eher versteckt unter Felsen. Da die Wellen sehr stark sind, kann man auch nicht unbedingt schwimmen, was Gerhard jedoch nicht davon abgehalten hat ins Meer hineinzugehen, während ich und die Kinder eher im niedrigen Wasser geblieben sind. Anscheinend haben sich hier früher va. Frauen eingraben lassen und nur noch mit einem Röhrchen Luft bekommen. Das und der Ort haben ihnen Kraft und Mut gegeben. Die Landschaft ist tatsächlich wunderschön und man kann sich leicht vorstellen, dass der Ort als Kraftquelle gedient hat. Heute ist der Strand eher von Touristen belagert, aber dennoch sehr empfehlenswert.

Den schwarzen Sandstrand haben wir aus dem Auto bewundert, da es geschüttet hat wie in Strömen. Gerhard hat sich nach ein paar Minuten dennoch hinausgewagt und wurde klatschnass. Der Sand ist zwar nicht ganz so fein, wie an "normalen" Sandstränden, aber komplett schwarz. Es sieht ganz ungewohnt aus...

Das Hotel auf Big Island war ein Traum. Riesiger Eingangsbereich, Säulen wie ein griechischer Tempel, riesiger Pool mit Jacuzzi und Kinderbereich, der Sandstrand mit tollen Wellen direkt darunter und aus unserem Zimmer Blick auf Pool und Meer. Was vor allem Gerhard gestört hat, war eine Baustelle rechts unter uns, auf der jeden Tag gearbeitet wurde. Natürlich hat man den Baustellenlärm vom Schremmhammer, das Pfeifen der Maschinen etc. sehr gut gehört und man muss sich wirklich fragen, ob man so etwas nicht im Vorhinein den Besuchern sagen sollte...dann könnte man ev. umbuchen...

Auf Big Island haben wir auch ein typisches Lūʻau besucht. Das ist der Name für Feste in Hawaiʻi, abgeleitet von der Bezeichnung für Tarospitzen. Die Kombination aus Hula-Vorführung und traditionellem Essen kann man auf jeder Insel sehen. Begrüßt wurden wir mit typisch hawaiianischer Musik. Wir haben auch endlich ein lei aus schwarzen Perlen bekommen - das ist der Halsschmuck, den man mit Hawaii verbindet. Johanna hatte schon sehnsüchtig darauf gewartet...

Das Essen war gut. Wir haben neben dem traditionellen Kalua-Schwein sehr gute Salate und Nachtische bekommen, wie Lachs-Tomaten-Salat oder Bananenbrot. Das traditionelle Schwein wird zum Backen in Bananen- und Ti-Blätter eingewickelt auf heiße Steine in eine Vertiefung in der Erde gelegt und mit Erde zugedeckt. Über einen Zeitraum von etwa neun Stunden wird das Schwein im Imu gebacken. Unser Urteil: ausgezeichnet. 

Getanzt haben die Tänzerinnen und Tänzer hawaiianischen Hula. Außerdem wurde die Geschichte der Göttin Pele erzählt und wie sie sich im Vulkan auf der Insel Hawaii niedergelassen hat. Auch eine Vorführung mit Feuer durfte als für Hawaii typisch, nicht fehlen. Die war auch tatsächlich sehr beeindruckend. Das fand auch Alexander, den ansonsten die Tanzerei nicht wirklich interessiert hat. Zum unserem und seinem Glück konnte man währenddessen essen...

Blick vom Hotelzimmer aus

Unser Hotel mit Pool - traumhaft

Vor dem grünen Sandstrand

Olivgrüner Sand

Schwarzer Sandstrand

Volcanoes National Park

Alles auf derselben Insel...
Big Island Hawaii ist schon deshalb faszinierend, weil es hier so viele unterschiedlichste Landschaften gibt. Auf der einen Seite der Insel ist Strand und meistens Sonnenschein, auf der anderen Seite der Insel liegt Hilo, eine der regenreichsten Städte der Welt. Mitten auf der Insel sind drei Vulkane, von denen einer immer wieder aktiv ist. Dann fährt man wieder durch "Dschungel"-Gebiete durch...Aber mit 11 von 13 Klimazonen auf Hawaii darf man sich darüber nicht wundern.


11.-17.10.2018 INSEL KAUAI

Auf der Insel Kauai haben wir die Zeit in einem kleinen Apartment in vollen Zügen genossen. Es hatte zwei getrennte Schlafzimmer mit Bädern dabei sowie ein großes Wohnzimmer und eine separate Küche als auch Waschmaschine und Trockner. Sowohl die Kinder als auch wir hatten wieder mal ein bisschen mehr Privatsphäre als sonst. Das hat allen gut getan :-)
Das Hotel hatte außerdem einen schönen Pool mit einem lazy river und zwei Rutschen dabei und lag direkt am Meer. 

Da ca. 70% der Insel nicht mit dem Auto befahren werden können und teils nicht mal begehbar sind, haben wir einen Hubschrauberflug über die Insel gemacht. Pro Tag fliegen ca. 150 Hubschrauber mit Gästen über Kauai, was die Vorstellung in einem weckt, dass der Himmel voll von den Fluggeräten sein müsste. Das ist er aber nicht. Man sieht zwar regelmäßig Hubschrauber, aber es hält sich in Grenzen. 

Mit einem Hubschrauber sind wir alle vier zuvor noch nie geflogen. Es war traumhaft die Landschaft einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Kauai hat einsame Strände zu bieten, die man nur per Schiff erreichen kann, oder wenn man zuvor lange durch dschungelähnliches Gebiet wandert. Außerdem hatten wir Glück mit dem Wetter und sind in einen ausgehöhlten Vulkan-Kegel hinein geflogen. Hier hat anscheinend vor einigen Jahren ein Hubschrauberpilot geheiratet. 

Das Spouting Horn haben wir leider nicht in voller Pracht erlebt. Aber es war dennoch beeindruckend. Dabei handelt es sich um einen Salzwassergeysir. Die Brandung fließt in einen natürlichen Lavaschlot, aus dem bei hohem Wellengang bis zu 15 Meter hohe Wasserfontänen spritzen. Dabei ist ein Zischen und Grollen zu hören, auf dem eine hawaiianische Legende beruht: Der Legende zufolge wurde der Küstenstreifen einst von einer riesigen Moo (Eidechse) namens Kaikapu bewacht. Alle hatten Angst vor der Moo, weil sie alle auffraß, die in ihrer Umgebung angelten oder schwammen. Eines Tages sprang ein Junge namens Liko in den Ozean, um die Eidechse zu überlisten. Kaikapu griff ihn an, aber Liko rammte ihr einen spitzen Stab in das Maul, tauchte unter den Vorsprung aus Lavagestein und entkam durch ein kleines Loch an der Oberfläche. Die Moo verfolgte Liko und blieb im Lavaschlot stecken. Bis zum heutigen Tag kann man das Brüllen der Eidechse hören und ihre Atemluft aus dem Geysir sprühen sehen. 

Wie überall auf Kauai waren auch hier wieder zahlreiche Hühner und Hähne frei umherlaufend zu sehen. Wo die Hühner ihre Eier legen und ob die von jemandem eingesammelt werden ist uns bis heute ein Rätsel. 

Hawaii ist bekannt für seine Kaffeeplantagen. Die größte davon befindet sich auf Kauai: die Kauai Coffee Company, die nur Arabica-Bohnen anpflanzt - also nur die Besten. Die Kaffeebohnen wachsen auf Sträuchern und bekommen verschiedene Farben. Manche werden braun, manche grün und manche rot. Teilsweise werden die Bohnen ungeröstet an größere Unternehmen wie Starbucks oder Traders Joe verkauft, teilweise werden sie geröstet und es wird selber Kaffee daraus gemacht und verkauft. Anscheinend bleibt allerdings der beste Kaffee in Hawaii und wird hier genossen.
Gerhard hat die Gelegenheit genutzt und von den mindestens 20 Kaffeesorten zum Verkosten einige probiert. Viele waren mit einem bestimmten Geschmack angereichert, wie Kokos oder Schokolade etc....Schlussendlich ist es Geschmackssache was einem am besten schmeckt. Er ist und bleibt der rabenschwarze Typ ;-) 

Neben unseren Faulenztagen hatten wir noch Zeit übrig auch den Norden der Insel zu erkunden. Ganz umrunden kann man die Insel aufgrund der Landschaft gar nicht. Bis nach Princeville und Hanalei gibt es allerdings eine Straße, die auch offen war. In Hanalei ist ein toller Sandstrand. Die Wellen sind zwar sehr hoch und es ist vom Meer her sehr laut, aber die Landschaft ist herrlich mit Bergen im Hintergrund und Palmen am Strand. In Princeville haben wir bei den Shops einen kleinen Buchstand gefunden und für Johanna und Gerhard Bücher mitgenommen. Da Johanna mittlerweile Englisch schon sehr gut versteht, kann sie auch englische Geschichten schon lesen. Irgendwann unterwegs sind wir drauf gekommen, dass schon der 16. und nicht erst der 15. ist...zum Glück noch früh genug, da schon am 17. der Weiterflug gebucht war :-) Also haben wir unseren letzten Tag auf Hawaii mit Wäsche waschen, Koffer packen und Pool ausklingen lassen.

Bis darauf, dass unser ursprünglicher Flug am nächsten Tag dann um 7 h nach hinten verschoben wurde, wir stattdessen umgebucht wurden auf einen Flug mit Zwischenstopp Honolulu (Oahu) und somit nur ca. eine Stunde später als geplant in Los Angeles angekommen sind und dass uns wieder mal ein Rad am Koffer gefehlt hat, funktionierte am 17. dann alles einwandfrei...

Unser Appartement

Auch Friseur musste mal wieder sein

Hubschrauberflug - wir haben uns gefreut wie kleine Kinder :-)

Versteckte Paradiese

Einer der nassesten Punkte der Welt...

Ein sehr schöne kleine Kirche

So sehen Kaffeebohnen aus

Kaffee wächst auf Sträuchern...

Unser Hotel mit Pool

Spouting Horn

Der Seelöwe ruht sich mitten am Strand im größten Lärm aus :-)

Tolle Strände

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